Weinstadt Österreichs

Herzlich Willkommen in Poysdorf

Das Vino Versum ist als touristisches Zentrum Poysdorfs Ihre erste Anlaufstelle und bietet unzählige Möglichkeiten, um Rebe, Traube und Wein auf die Spur zu kommen.

Die folgenden Seiten geben Ihnen Einblicke in das facettenreiche Angebot der Weinstadt sowie einen Überblick über die Vielzahl an Gastronomie-und Heurigenbetrieben. Von der Privatunterkunft oder einem Campingabenteuer direkt am Poysdorfer Badeteich gelegen, über hochwertige Genießerzimmer bis hin zur Unterkunft im 4-Sterne Hotel können Sie aus einer breiten Vielfalt an Unterkunftsmöglichkeiten für jeden Geschmack schöpfen.

Die WEIN+TRAUBEN Welt als eines der NÖ Top Ausflugsziele, unsere malerischen Kellergassen, die Weingärten und Sehenswürdigkeiten, die auch mittels Traktorrundfahrt erkundet werden können, warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden! Auch für Pedalritter und Wanderer hat Poysdorf Vieles zu bieten – überzeugen Sie sich selbst!

Wir freuen uns Sie in Poysdorf begrüßen zu dürfen!
Bgm. Thomas Grießl und Vino Versum GF Andrea Dankelmaier, MA

Poysdorfs köstliche Weine sind der Anlass, zu kommen, zu erleben, zu bleiben.

1400 Hektar Rebfläche, einer der größten Weinorte des Landes und eine Weinhügellandschaft aus Löss- und Lehmböden, von schwer und fett bis leicht und sandig reichend: das ist die Weinstadt.
Auf bekannten Rieden wie Kirchbergen, Bürsting oder Hermannschachern gedeihen Grüner Veltliner, Welschriesling, Riesling und Zweigelt, aber auch weiße Burgundersorten oder der Grüne Sylvaner. Gut 2000 Sonnenstunden im Jahr ermöglichen bestens ausgereifte Weine, die verlässlich kalten Winter darüber hinaus auch köstliche Eisweine.
Salon, Falstaff oder Prague Wine Trophy: Jahr für Jahr reichen Poysdorfer Winzer im Rahmen nationaler und internationaler Bewerbe ihre Weine für die Bewertung durch hochkarätige Jurys ein. Und immer öfters erhalten sie mit ihren Produkten Top-Bewertungen und Auszeichnungen.

Weinviertel DAC, der pfeffrigste Wein Österreichs!

Der Grüne Veltliner ist als Weinviertel DAC der gebietstypische Wein des Weinviertels schlechthin. DAC steht für regionstypischen Geschmack und garantierte Herkunft. Und er hält, was er verspricht: Weingenießer sind vom trockenen, würzig-fruchtigen Geschmacksprofil des Weinviertel DAC begeistert, der Wein ist zudem Poysdorfs größte und erfolgreichste Herkunftsmarke in der Weinwelt.
Mehr dazu auf www.weinvierteldac.at

Poysdorfer Stadtwein

Eine Besonderheit der Weinstadt ist die alljährliche Kür eines Weiß-und eines Rotweines zum Poysdorfer Stadtwein, der repräsentativ für die Qualitätsweine eines Jahrgangs steht. Im Rahmen einer verdeckten Verkostung werden aus den edlen Tropfen die Besten der Besten ausgewählt. Beide Weine können in den jeweiligen Weingütern und im Weinmarkt Poysdorf verkostet und erworben werden. Ebenso wird der Stadtwein in der Poysdorfer Gastronomie angeboten.

Die heimlichen Wahrzeichen der Stadt

sind die Kellergassen. Mehr als 10 kann die Weinstadt aufweisen, und jede davon hat ihren unverwechselbaren Charme. Sie sind interessanter Schauplatz für Führungen, idyllischer Rastplatz für Wanderungen und Radtouren, stimmiger Ort für Veranstaltungen und Rückzugsgebiet für Weingenießer.

Poysdorf prickelt

Was die Champagne und Poysdorf gemeinsam haben? Beide liegen auf demselben Breitengrad und ermöglichen durch das gemäßigt-kühle Klima ideale Voraussetzungen für die Grundweinproduktion interessanter Schaumweine.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts beziehen die großen österreichischen Kellereien ihren Weinbedarf großteils aus dem Weinviertel, drei Viertel davon wiederum kommen aus dem Raum Poysdorf.
Neben Schlumberger bieten mittlerweile auch mehrere Poysdorfer Winzer eigene Winzersekte an.

Willkommen beim Gustieren!

Am Weinmarkt geben sie sich alle ein Stelldichein, die Veltliner, die Rieslinge, die Sylvaner und Zweigelts. Über 300 Weine der 30 Poysdorfer Winzer gibt es hier zum Verkosten und Einkaufen.
Öffnungszeiten: ganzjährig täglich von 9.00 – 18.00 Uhr, März bis Oktober von 9.00 – 19.00 Uhr.
Mehr dazu auf: www.weinmarkt-poysdorf.at

Poysdorf – Kultur mit großer Tradition

Poysdorf blickt seit seiner ersten urkundlichen Nennung 1194 auf bewegte Geschichtstage zurück. Durch die Lage an der Grenze nach Osteuropa wurde die Stadt des Öfteren zum Schauplatz für kriegerische Auseinandersetzungen. Und immer wieder spielte der Wein im Laufe der Geschichte eine wichtige Rolle. So besitzt Poysdorf mit der Riede Hermannschachern die älteste urkundlich erwähnte Weinriede Österreichs (1338). Im 16. Jahrhundert avancierte der Ort deshalb zum Markt, weil er durch Versilbern und Verkauf seines Weines Wohlstand und Ansehen erreicht hatte.

Ein vielfältiges Kulturangebot zeichnet die Stadt aus: begonnen von den zahlreichen Kulturdenkmälern wie Wegkreuze oder Kapellen über Museen und Galerien bis hin zum reichhaltigen Veranstaltungskalender das ganze Jahr über.

Poysdorf ist das Zentrum des Veltlinerlandes, Einkehrstation entlang des Jakobsweges Weinviertel, ein beliebtes Ziel für Kurzurlaube und Ausgangspunkt für Ausflüge in das benachbarte Tschechien.

Eine erste Nennung des Angerdorfes Poysdorf erfolgte 1194/1196 im Klosterneuburger Saalbuch. Ein Zusammenhang des Ortsnamens mit dem Bachnamen „Poybach“ ist anzunehmen.

Da Poysdorf in einem Grenzland lag, trafen den Ort mehrmals kriegerische Verwicklungen und feindliche Einfälle. Ob diese durch die Ungarn während Herzog Heinrich II. Jasomirgott ausgelöst wurden (1176), ob Herzog Friedrich II., der Streitbare, die Mongolen von der Grenze Niederösterreichs abzuhalten versuchte (1226) oder ob die Ungarn ihre verlorenen Grenzfestungen im Burgenland wieder zurückerhalten wollten (1241/42), Poysdorf lag im Kernpunkt des Geschehens.
Immer wieder versuchten Böhmenkönige das Gebiet unter ihre Herrschaft zu bringen.

Seit Beginn des 14. Jahrhunderts wird nachweislich Weinbau betrieben.

Im 16. Jahrhundert entstand das „Eisenhuthaus“ – das älteste erhaltene Gebäude der Weinstadt – erst 2012 wurde es von der Winzerfamilie Rieder in ein einladendes Gastlokal mit Fremdenzimmern umgebaut.
Am 4. Mai 1582 erhob Kaiser Rudolf II. das Dorf Poysdorf, welches zu dieser Zeit 200 „erbaute“ Häuser und Hofstätten und ca. 1500 Einwohner zählte, zum Markt.
1667 bereits wählte der Markt Poysdorf als Wappen und Siegel eine Darstellung, welche die Bedeutung des Weines für den Markt verdeutlichte: Die „Weinträger“ oder „Kundschafter“.
1639 äscherte eine Feuersbrunst 170 der 250 Häuser ein. Während der Endphase des Dreisßigjährigen Krieges, 1645, baute eine Vorhut der Schweden die erst 1640 geweihte Kirche eine Festung aus. Die noch heute „Reitschule“ genannten Sitzreihen erinnern an die Einstellung der Pferde.
Um Poysdorf vor Plünderungen zu bewahren, lieferten die Poysdorfer 1000 Eimer Wein, Korn, Hafer, Lebensmittel, Wagen, Pferde und Schlachtvieh ab. Dafür erhielt der Markt den Schutzbrief „salva quardia“, die Bewohner blieben damit von den gröbsten Schandtaten verschont.
1645 starben etwa 5000 Menschen an der Pest.

1850 zählte Poysdorf 2.327 Einwohner und 382 Häuser auf einer Fläche von 11,85 km².
Ab 1888 war Poysdorf Haltestelle der Lokalbahn Enzersdorf bei Staatz-Poysdorf und ab 1907 auch von der Bahnstrecke Dobermannsdorf – Poysdorf. 1987 wurde die Bahnstation Poysdorf geschlossen.

1923 erfolgte die Erhebung des Marktes zur Stadt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Poysdorf mehrmals bombardiert.
Im Mai 1945 erreichten die aus ihrer Heimat vertriebenen Südmährer Poysdorf, im selben Jahr geriet die Stadt unter sowjetische Besatzung.
Erst am 19. September 1955 verließ der letzte russische Besatzungssoldat niederösterreichischen Boden.

1952 wurde die „Winzergenossenschaft Poysdorf und Umgebung“ gegründet.

Seit dem Frühjahr 2007 bringt die Wein-Erlebnis-Welt „Vino Versum“ in der Kellerg‘stetten zahlreiche Gäste in die Weinstadt.

2013 war Poysdorf Austragungsort der NÖ Landesausstellung „Brot & Wein“.

Am 21. April 2014 wurde die Poysdorfer „WEIN+TRAUBEN Welt“ eröffnet.

Poysdorf im Mittelalter

Ende des 8./Anfang des 9. Jhts. setzt die Entstehung des Großmährischen Reichs ein, zu dessen Gebiet der Großteil des Weinviertels gehörte. Am Beginn des 10. Jhts. unterlag dieses den Ungarn. Im neuerlichen machtpolitischen Vakuum, das besonders im östlichen Weinviertel herrschte, kam es bis zur Mitte des 11. Jhts. zu einer bayrisch-fränkischen Besiedelungswelle, begleitet von Kämpfen gegen Böhmen und Ungarn. Nach der Mitte des 11. Jhts. wurden die Gebiete im Weinviertel in die Markgrafschaft Österreich eingegliedert.

Eine erste Nennung des Angerdorfes Poysdorf erfolgte 1194/1196 im Klosterneuburger Saalbuch. Ein Zusammenhang des Ortsnamens mit dem Bachnamen „Poybach“ ist anzunehmen.

Da Poysdorf in einem Grenzland lag, trafen den Ort mehrmals kriegerische Verwicklungen und feindliche Einfälle. Ob diese durch die Ungarn während Herzog Heinrich II. Jasomirgott ausgelöst wurden (1176), ob Herzog Friedrich II., der Streitbare, die Mongolen von der Grenze Niederösterreichs abzuhalten versuchte (1226) oder ob die Ungarn ihre verlorenen Grenzfestungen im Burgenland wieder zurückerhalten wollten (1241/42), der Raum Poysdorf war davon betroffen.

Seit Beginn des 14. Jahrhunderts wird nachweislich Weinbau betrieben, die erste Nennung einer Riede ist der „Hermannschachen“ im Jahre 1334.

Renaissance und Aufstieg
Die Zeit der Renaissance veränderte Poysdorf wie keine Epoche zuvor. Am 4. Mai 1582 erhob Kaiser Rudolf II. das Dorf Poysdorf, welches zu dieser Zeit 200 „erbaute“ Häuser und Hofstätten und ca. 1500 Einwohner zählte, zum Markt. Das Marktprivileg gestatten den Bürgern Gesetze zu erlassen. So wird 1584 und 1595 eine eigene Weinordnung vom Poysdorf Rat erlassen. Niemand, mit Ausnahme der Herrschaft Liechtenstein, darf Wein in den Poysdorfer Burgfried bringen.

Der Anbau und Handel mit Wein machte den Markt in kurzer Zeit sehr wohlhabend. Sichtbarstes Zeichen dafür ist die in den 1630er Jahren erbaute Pfarrkirche St. Johannes – finanziert ausschließlich von den Poysdorfer Bürgern.
1639 äscherte eine Feuersbrunst 170 der 250 Häuser ein. Während der Endphase des Dreisßigjährigen Krieges, 1645, baute eine Vorhut der Schweden die erst 1640 geweihte Kirche eine Festung aus. Die noch heute „Reitschule“ genannten Sitzreihen erinnern an die Einstellung der Pferde. Um Poysdorf vor Plünderungen zu bewahren, lieferten die Poysdorfer 1000 Eimer Wein, Korn, Hafer, Lebensmittel, Wagen, Pferde und Schlachtvieh ab. Dafür erhielt der Markt den Schutzbrief „salva quardia“, die Bewohner blieben damit von Plünderungen verschont.

Vom Wohlstand der damaligen Zeit zeugt noch heute der 1883 entdeckte Poysdorfer Renaissancefund. Textilien, Hausrat und Bücher aus dem Eigentum vom Poysdorfer Bürger der Zeit um 1650.

1657 gestattet Kaiser Ferdiand III. den Poysdorfern ihr Wappen und Siegel, eine Darstellung, welche die Bedeutung des Weines für den Markt verdeutlichte: Die „Weinträger“ oder „Kundschafter“.

Der barocke Weinort an der Brünner Straße
Seit dem Mittelalter spielte der Weinbau für Poysdorf eine entscheidende Rolle. Er brachte dem Ort Wohlstand: Es entstanden Prestigebauten, wie das Bürgerspital (1657/1658), in dem Sie sich derzeit befinden, mit angeschlossener Barbarakapelle (1663/1664), die Schießstätte (1672) und das Kapuzinerkloster beim Wienertor (1677). Auch die Pestsäule am Dreifaltigkeitsplatz (1715) wurde von den Poysdorfer Bürgern und nicht von Adeligen gestiftet. Die vielen erhaltenen Kunstwerke zeugen vom Reichtum des Ortes in der Barockzeit.

Neben dem Weinbau war der Handel auf der Brünner Straße für den weiteren Aufstieg Poysdorfs verantwortlich. Die Brünner Straße verband nicht nur die Residenzstadt Wien mit Brünn, sondern war und ist eine Straße von europäischem Rang. Über sie verlief der Handel mit Mähren, Schlesien, Preußen, dem Baltikum und Russland.

Die Geschichte der „modernen“ Brünner Straße begann unter Kaiser Karl VI. 1729 mit einem generalstabsmäßigen Ausbau der Straße, auf der auch der Postverkehr abgewickelt wurde. Seit 1709 war Poysdorf Poststation. Auf der Brünner Straße reisten Kaiser, Könige und Fürsten, ebenso wie Bauern, fahrendes Volk, Bettler, Postillions, Händler und Soldaten. Neben Schmieden, Sattlern und Wagnern, die es in fast allen Orten entlang der Straße gab, waren die Einkehrgasthöfe die wichtigste Infrastruktur für die Reisenden.

Poysdorf in der Gründerzeit

Als 1848 in Wien die Revolution ausbrach wurde auch in Poysdorf eine Nationalgarde gegründet. Nach Niederschlagung der Revolution wurde Poysdorf in den Rang einer Bezirkshaupstadt erhoben, verlor aber schon 1852 diesen Status wieder an Mistelbach. Damals zählte Poysdorf 2.327 Einwohner und 382 Häuser auf einer Fläche von 11,85 km².

1866 wurde Poysdorf nach der Schlacht bei Königgrätz von 6.000 preussischen Soldaten besetzt. Die Cholera brach aus und forderte hunderte Tote, sowohl unter der Bevölkerung wie auch den Besatzungstruppen.

Ab 1888 war Poysdorf Haltestelle der Lokalbahn Enzersdorf bei Staatz-Poysdorf und ab 1907 auch von der Bahnstrecke Dobermannsdorf – Poysdorf. 1987 wurde die Bahnstation Poysdorf geschlossen. Um 1900 war der Markt Poysdorf das wohlhabende wirtschaftliche Zentrum der Region.

Poysdorf und die Archäologie

Schon in ur- und frühgeschichtlicher Zeit war das Weinviertel und ganz besonders die Gegend um Poysdorf überdurchschnittlich stark besiedelt. In Poysdorf und seiner Umgebung liegen bedeutende archäologische Grabungsplätze. Funde aus fast allen historischen Perioden seit der Jungsteinzeit belegen dies. Seit ca. 7.000 Jahren finden sich Besiedlungsspuren in der Umgebung der Stadt.

In Poysdorf gibt es seit 1920 archäologische Grabungen. Fast jährlich finden im Gebiet der gesamten Stadtgemeinde Ausgrabungen statt und fördern bedeutende Funde zu Tage. Die bedeutendsten Funde sind in der WEIN+TRAUBEN Welt ausgestellt.

Herausragend unter den vielen bedeutenden Funden aus Poysdorf ist ein Goldbrakteat aus einem Frauengrab des langobardischen Friedhofs. Das Original befindet sich im naturhistorischen Museum und hat einen Durchmesser von 2,5 bis 3 cm.

Pilgerstation am Jakobsweg

Poysdorf liegt am Jakobsweg Weinviertel, welcher vom Heiligen Berg in Mikulov/Tschechien über Drasenhofen, Mistelbach, Großrußbach und Stockerau bis nach Mautern an der Donau führt (162 km). Dort schließt er an den österreichischen Jakobsweg entlang der Donau und weiter an den europäischen Pilgerweg an. Ziel ist Santiago de Compostela in Spanien.

Poysdorf empfiehlt sich als Rast- und Einkehrstation, zudem bieten die Quartiere der Stadt Komfort nach einer langen Tagesroute.

Mehr Informationen über den Jakobsweg Weinviertel unter www.jakobsweg-weinviertel.at

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